Post beauftragte Fachstudien für fundierten Überblick über die aktuelle Bestandssituation

Im Auftrag der Post wurden dieses Jahr verschiedene Studien in Auftrag gegeben, um Planungsüberlegungen rund um die Sanierung und Neugestaltung des Postsportareals mit qualitativen Daten zu unterstützen. Die Leitung der städtebaulichen Planungen liegen bei der MA21. Bereits im Frühjahr 2020 wurde mit der Untersuchung des Baumbestandes und einer systematischen Baumkartierung begonnen, parallel wurden artenschutzrechtliche Erhebungen im Bereich Tier- und Pflanzenwelt durchgeführt. Weiters wurde im Rahmen eines langfristig angelegten Mobilitätskonzeptes auch ein Verkehrsgutachten beauftragt. Auch wurde das Gelände auf mögliche Überreste an Kampfmitteln wie Munition und Bombenreste untersucht.

Eine kurze Information und den Link zu den Studien finden Sie hier: 

Baumkartierung /Botanik 
Zusammenfassung: 
Am Postsportareal wurde 2020 eine genaue Baumkartierung vorgenommen. Diese Aufzeichnungen ermöglichen eine regelmäßige qualitative Bestandskontrolle. Veränderungen im Baumbestand ergeben sich nur aus notwendigen Pflegemaßnahmen, d.h. Beschnitt oder Fällungen, um die Verkehrssicherheit am Gelände zu gewähren. Alle Baummaßnahmen am Areal werden ausschließlich nach dem Wiener Baumschutzgesetzt umgesetzt. 

Ziele der Post: Möglichst Erhalt des gesamten Baumbestandes und Aufwertung des Grünraumes am Areal. Die Böschung entlang des Areals soll erhalten bleiben. 

Verlinkung zum pdf Baumkataster Postsportareal

Artenschutzrechtliche Erhebungen: Zoologie / Botanik 

Zusammenfassung: 
Aufgrund der vielen durch Sportnutzung versiegelten Flächen, ist der verbleibende Grünraum für Tiere gering. Dementsprechend sind lt. Studie keine besonderen Tierarten auf dem Postsportgelände zu finden. In Hinblick auf die vorkommenden Fledermäuse kann durch den Erhalt von weiten Teilen des Baumbestandes die Lebensraumfunktion auch zukünftig gesichert bleiben. Sollten Eingriffe unumgänglich sein, erfolgen diese nach dem Wr. Naturschutzgesetz auf fachlich hochqualifizierter Ebene. 

Fachleute achten natürlich auch auf sämtliche wichtige Auflagen wie z.B. den Umgang mit etwaigen Brutstätten von Vögeln. Im Zuge der Vegetationskartierung wurde eine Rote-Liste-Pflanzenart festgestellt: An drei Stellen kommen einzelne Exemplare der Feld-Ulme (in Wien häufig) in der Strauchschicht vor. Arten, die nach der Wiener Artenschutzverordnung geschützt sind, wurden nicht festgestellt.

Ziele der Post: Achtsamer Umgang mit Tieren und Pflanzen am Areal – Experten sind hier von Beginn an eingebunden. Im Zuge der Arealsentwicklung wird es nicht nur zu  keiner Reduktion des Grünanteils kommen, sondern der Grünanteil wird hochwertig weiterentwickelt und auch flächig vergrößert. 

Verlinkung Zoolog. / botanische Erhebungen

Verlinkung Vegetations- und Biotopenkartierung 

Verkehrsgutachten  

Zusammenfassung: Das Postsportareal ist öffentlich gut angebunden, in Gehdistanz von 3-10 Minuten liegen 3 Straßenbahnlinien und eine Buslinie. Das Areal verfügt jetzt über ein Stellplatzangebot, das es zu berücksichtigen gilt. Weiters wurden das Kfz-Verkehrsaufkommen, die sich aus den bestehenden Nutzungen des Postsportplatzes ergeben, sowie die Verkehrsstärken im umliegenden Straßennetz ermittelt. 

Ziele der Post: Im Rahmen eines Mobilitätskonzepts der Post soll das durch neue Wohnbauten erhöhte Verkehrsaufkommen durch eine intelligente Gesamtstrategie abgefedert werden. Dies beinhaltet u.a. neue Radwege und Fahrradinfrastruktur, ein umfangreiches Garagen- und Stellplatzkonzept. Ergänzt wird das Konzept durch kluge Infrastrukturmaßnahmen im Sinne einer „Stadt der kurzen Wege‘. Die allgemeine Parkplatzsituation wird natürlich berücksichtigt, d.h. im Ergebnis wird es zu keinem zusätzlichen Aufkommen von Parkplatzsuchenden auf den Straßen rund um das Areal kommen.  


Verlinkung Verkehrsgutachen 

Studie Kampfmittelerkundung: 
Um sicher zu gehen, dass das Areal am Postsportplatz frei von Munition bzw. Kampfmitteln v.a. aus dem Zweiten Weltkrieg ist, wurde eine Studie zur ‚Kampfmittelerkundung‘ in Auftrag gegeben. Lt. Fachexperten ist nicht mit dem Vorhandensein von Kampfmittel zu rechnen. Etwaige Baumaßnahmen können ohne vorgehender Kampfmittelerkundung durchgeführt werden. 

Verlinkung Studie Kampfmittel

Verlinkung zur vertieften Vorstudie Kampfmittelerkundung